In Business Coach, Kommunikation, Kultur

Dieser Artikel befasst sich damit, was Mansplaining ist, wie es sich auf zwischenmenschliche Interaktionen auswirkt und wie es sowohl Arbeit in der Führung als auch die Teamarbeit untergräbt. Er enthält wissenschaftliche Berichte, die diese Auswirkungen untermauern.

mansplaining kommunikation Business coach and trainer Hamburg bilingual native English and German Cary Langer-DonohoeAusgelöst durch eine weitere Erfahrung mit Mansplaining – diesmal versuchte jemand, mir SEO zu erklären und mir zu sagen, was ich als Nächstes tun solle – dreht sich dieser Artikel genau um dieses Thema: Mansplaining. Wir werden uns damit befassen, was es ist und wie es sich in Bezug auf Führung und Teamarbeit auf unsere Arbeitsplätze auswirkt.

Was ist Mansplaining?

Für diejenigen, die den Begriff noch nicht kennen: Mansplaining ist nicht nur ein Modewort. Es handelt sich um ein reales Phänomen, bei dem jemand einer anderen Person Dinge auf herablassende, bevormundende Weise erklärt und dabei typischerweise von weniger Wissen ausgeht. Diese Art der Kommunikation findet am Arbeitsplatz geschlechts- und rollenübergreifend statt (Smith et al., 2022). Mansplaining is eine spezielle Form herablassender Kommunikation, die ihren Namen daher hat, dass sie am häufigsten auftritt, wenn Männer oder Personen, die sich als männlich identifizieren, auf diese Weise mit Frauen oder Personen, die sich als weiblich identifizieren, kommunizieren.

Untersuchungen bestätigen, dass Mansplaining konkrete Auswirkungen auf die Arbeitsplatzkultur, die Effektivität der Führung und die Teamleistung hat.

Eine sowohl quantitative als auch die qualitative Studie dokumentiert Zusammenhänge zwischen Mansplaining und vermindertem Selbstvertrauen, geringerer verbaler Beteiligung und erhöhter Unzufriedenheit (Smith et al., 2022). Andere Arbeiten befassten sich mit dem, was sie als „kompetenzinfragestellende Kommunikation“ bezeichneten, darunter Mansplaining, Unterbrechungen und das fehhlende Stimmerkennung. Die Ergebnisse zeigten, dass herablassende Erklärungen häufiger unter Kolleg*innen auftraten, während Unterbrechungen und das fehlende Stimmerkennung in Interaktionen mit Vorgesetzten häufiger vorkamen (Briggs, Gardner, Ryan, 2023).

Was bedeuten die Auswirkungen von Mansplaining für die Führung und für Teams?

Die Auswirkungen dieser Art von Verhalten gehen über das anfängliche Unbehagen und die Verlegenheit hinaus. Sie beeinträchtigen psychologische Sicherheit in . Wenn Teammitglieder regelmäßig Mansplaining erleben, äußern sie sich in Besprechungen seltener (Smith et al., 2022). Dies beeinträchtigt die Teamleistung und verhindert die Nutzung vielfältiger Perspektiven. Diese Zurückhaltung, dieses Schweigen, begünstigt die Entstehung von Echokammern, die Innovation und die Qualität der Entscheidungsfindung behindern.

Führungskräfte, die Mansplaining zulassen oder sich daran beteiligen, untergraben psychologische Sicherheit.

Sie tragen damit dazu bei, dass Teams emotional erschöpft und demotiviert sind. Wir sprechen bei Mansplaining nicht lediglich von einer Unhöflichkeit. Es verstärkt umfassendere Muster, bei denen diejenigen zum Schweigen gebracht werden, die nicht lautstark auftreten. Oder diejenigen, die ohnehin schon am Rande der Organisation stehen. Dies wirkt sich nicht nur auf Innovation und offene Kommunikation aus. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es mit einem verminderten Teamzusammenhalt und messbaren Einbußen bei den Leistungskennzahlen im Laufe der Zeit korreliert (Smith et al., 2022).

Wie kann man Mansplaining angehen?

Zunächst einmal ist es ein wichtiger erster Schritt, Vorkommnisse und Muster von Mansplaining wahrzunehmen. Als Nächstes muss sich eine Organisation, die Mansplaining bekämpft, auf inklusive Führung konzentrieren. Einschließlich der Schaffung eines Umfelds der psychologischer Sicherheit für alle. Wenn herablassende Erklärungen auftreten, sollten Führungskräfte ein Vorbild für ihre Organisation sein, indem sie das Gespräch respektvoll ansprechen. Dies etabliert Normen für alle in der Organisation und befähigt andere, es ihnen gleichzutun.

Ein  erster, einfach umzusetzender Schritt in Richtung psychologischer Sicherheit beginnt bei Besprechungen. Indem man Besprechungsregeln für Redezeit und Beteiligung festlegt, stellt man sicher, dass jede Stimme in einer Organisation gehört wird. Dies fördert Innovation und Zusammenarbeit.

Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Mansplaining ist nicht nur unhöflich – es ist ein Produktivitätskiller, der Unternehmensziele untergräbt.

Unternehmen, die es ernst meinen mit der Nutzung ihrer Vielfalt und Leistungsfähigkeit, müssen dies als legitimes Problem am Arbeitsplatz behandeln, welches es wert ist, angegangen, geschult und zur Verantwortung gezogen zu werden. Möchten Sie die Kommunikation in Ihrem Unternehmen verbessern? Nehmen Sie Kontakt auf. Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.

Contact us

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you asap.

Nicht lesbar? Text ändern. captcha txt

Beginnen Sie mit der Eingabe und drücken Sie Enter, um zu suchen